Regal Unregal
Werner Aisslinger, Hisham Almannai, Laura Bernhardt, BLESS, Stefan Diez, Konstantin Grcic, Daniel Juric, Silvia Knüppel, Axel Kufus, Matthias Ries, Martin Sämmer, Peter Schäfer, Katrin Sonnleitner
Kurator: Volker Albus
Egal ob als System oder als fest zusammengefügter Korpus: Regale werden grundsätzlich unter dem Aspekt einer statischen, mehr oder weniger endgültigen Platzierung entwickelt. Für nicht wenige ist allerdings die einfache Transportierbarkeit nicht nur des Regals, sondern auch des jeweiligen Inhalts mindestens ebenso wichtig. Das gilt vor allem für die juvenilen Nomaden unserer Gesellschaft. Sie benötigen Container, heißt: Ihr Bedarf ist auf ein Sowohl-als-auch ausgerichtet – und eben nicht auf ein Nur-so. Aber nicht nur diese sich immer stärker artikulierende Bewegungsfreiheit zeitigt grundsätzliche Veränderungen der klassischen Statik, auch eher marginale Veränderungen häuslicher Verhaltensmuster haben einen unmittelbaren Einfluss auf die aktuelle Gestaltung dieses Ordnungs-Möbels wie zum Beispiel das allmähliche Verschwinden des Bügelns und der damit zusammenhängenden Faltung sämtlicher Kleidungsstücke. Denn, Hand aufs Herz: Wer bügelt heutzutage noch? Eigentlich doch nur noch der die „Blütenweißigkeit des Seins“ zum umgangssprachlichen Vokabular erhebende Bänker oder Politiker. Aber sonst? Eben!
